Parodontologie

Parodont ist das Zahnbett. Diese umfasst den Zahn, das Zahnfleisch, den Zahnhalteapparat und den Knochen. Man schätzt, dass 80% der Bevölkerung am Parodont erkrankt sind, wovon etwa 30 bis 40 % behandlungsbedürftig sind.

Der Behandlungsbedarf ist also groß – trotzdem erfolgt oft keine Behandlung, weil diese Erkrankung über einen langen Zeitraum schmerzfrei verläuft. Wird die Parodontalerkrankung nicht erkannt und behandelt, kommt es zu Knochenabbau und Zahnlockerung.
Aufgrund des unzureichenden Knochenvolumens ist dann eine Implantat-Platzierung nicht immer möglich. Neue Fortschritte bei der "Guided Bone Regeneration" (GBR) ermöglichen nun die Platzierung von Zahnimplantaten an Stellen, die zuvor nicht für eine Implantation geeignet waren.

Wiederum sind Bakterien an der Erkrankung ursächlich beteiligt, die Reaktion auf diese Bakterien allerdings ist genetisch bei jedem Patienten mehr oder weniger ausgeprägt. Deshalb ist eine Früherkennung äußerst wichtig, soll kein Verlust an Knochen stattfinden.

Zur Differenzierung der Erkrankung gibt es spezielle DNS – Tests, die die weitere Therapie bestimmen. Wichtig ist die parodontale Sanierung vor einer ausgedehnten prothetischen oder implantlogischen Behandlung.

Die Therapie besteht in einer Initialphase, einer Behandlungsphase und einer Beobachtungsphase. Das Gewebemanagement kann eine systemische Anwendung von Antibiotika bis hin zur so genannten "Full mouth desinfection" erfordern, je nach Lage kann eine Dekontamination mit Laser ausreichend sein.

Lebenslang ist eine Kontrolle der parodontalen Situation nötig.